„New Work“: In vier Schritten die Zukunft der Arbeit gestalten

„New Work“: In vier Schritten die Zukunft der Arbeit gestalten

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von Christoph Drebes | MysteryMinds

 

New Work ist mittlerweile ein absolutes Trendthema. Das Konzept verspricht eine Arbeit der Zukunft, einen Aufbruch ins Zeitalter der Arbeit 4.0, mehr zufriedene Mitarbeiter* und eine optimale Arbeitskultur. Doch wie gelingt der Weg hin zu einem New Work Unternehmen?

 

Die Definition von New Work

New Work scheint auf den ersten Blick ein recht neues Konzept zu sein, da es erst mit der Corona Pandemie und der Great Resignation Gehör in der Gesellschaft fand. Jedoch wurde der Begriff New Work bereits 2004 von dem Soziologen Frithjof Bergmann, in seinem Buch „Neue Arbeit, neue Kultur: Arbeit, die wir wollen und eine Kultur, die uns stärkt“ geprägt.

 

Eine der wichtigsten Eigenschaften von New Work ist das, was Bergmann „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“ nennt. Demnach sollte die Arbeit im Idealfalll mit den eigenen Träumen, Fähigkeiten und Werten übereinstimmt. Außerdem kommt dem Sinn der Arbeit, dem „Purpose“ immer mehr Bedeutung zu. Arbeitnehmer müssen einen Sinn in ihrer Arbeit erkennen, damit sie ihn als erfüllend wahrnehmen und gut und gerne ausführen.

 

Was ist neu an New Work?

New Work hilft dabei, die Werte und Arbeitsweisen eines Unternehmens umzustrukturieren. Da ein großer Fokus auf dem Sinn der Arbeit liegt, werden Unternehmen automatisch Arbeitnehmer-zentrierter. Um einen idealen Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer zu schaffen, sollte dieser mehr in die Gestaltung einbezogen werden.

Führungskräfte müssen lernen, dass es nicht auf die Anwesenheit im Büro ankommt. Sondern vielmehr darauf, seinen Mitarbeitern zu vertrauen. Mitarbeiter, auf der anderen Seite, lernen den Wert ihres Jobs nicht von Bürovorteilen abhängig zu machen. Sie sehen ihre Arbeit als Möglichkeit, gemeinsam ein größeres Ziel zu erreichen.

 

Vorteile von New Work

New Work bringt einige Vorteile mit sich. Diese beziehen sich hauptsächlich auf diese beiden Bereiche:

 

1. Mitarbeiterbindung steigt

Sind Mitarbeiter mit ihrem Job zufrieden, sinkt die Fluktuationsrate. New Work Faktoren wie Freiheit, Autonomie, Vertrauen und Wertschätzung steigern die Zufriedenheit nachhaltig

 

2. Bessere Leistung

Digitalisierung und Vertrauen zahlen als New Work Faktoren auf das gleiche Ziel ein: Mitarbeiter haben viel mehr Möglichkeiten sich in ihrem Job zu entfalten und neue Dinge auszuprobieren – dadurch wird nicht nur die Leistung eines jedes Einzelnen gesteigert, sondern auch die des Unternehmens

 

Die Faktoren von New Work

Auf der Suche nach einer Definition von New Work, finden sich neben der von Bergmann noch hunderte weitere. Doch was macht New Work nun tatsächlich aus?

 

Hier eine Liste von Faktoren, die New Work in einem Unternehmen bedingen:

  • Flache Hierarchien

  • Persönliche Beziehungen

  • Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

  • Menschenzentrierte Wertschätzung

  • Digitalisierung

  • Vertrauensbasierte Arbeit

  • Transparenz

  • Kultur der Meinungsäußerung

  • Freiheit in der Arbeit und am Arbeitsplatz

 

Jedoch es gibt vier universelle und wesentliche Schlüsselteile im Puzzle des New Work: Vertrauen, Freiheit, Zusammenarbeit und Beziehungen.
Führungskräfte, die New Work im eigenen Unternehmen etablieren möchten, sollten sich vor allem auf diese vier Hauptfaktoren konzentrieren.

 

New Work in vier Schritten im eigenen Unternehmen etablieren

New Work bedeutet, dass Arbeitnehmer bei Veränderungen und Umstrukturierungen mit einbezogen werden. Deshalb sollten Führungskräfte Meinungen erfragen, Diskussionen ermöglichen und Wege zum Austausch fördern.

 

1. Umfragen durchführen

Umfragen sind der einfachste Weg, um Feedback über Verbesserungsmöglichkeiten zu erhalten. Ein einfaches und geeignetes Tool hierfür ist Officevibe. Es misst unter anderem auch Mitarbeiterzufriedenheit. Eine regelmäßige Durchführung dieser Umfragen hilft dabei, gezielt Trends aufzugreifen und gegebenenfalls gegenzusteuern.

 

2. Gespräche ermöglichen

Eine weitere Möglichkeit, Feedback zu erhalten, besteht darin, Team-Meetings dafür zu nutzen, offene Gespräche zu führen und transparent zu kommunizieren. Break-Out-Rooms sind hierfür besonders geeignet. Doch sollten Führungskräfte im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder gerne in diesem Rahmen Feedback gibt und weitere Möglichkeiten eröffnen – wie ein anonymer „Kummerkasten“ beispielsweise.

 

3. Kollaboration fördern

Neben Umfragen und Gesprächen sollte auch die Kollaboration innerhalb eines Unternehmens gefördert werden. Somit wird interner Wissensaustausch ermöglicht, ebenso wie die Vernetzung zwischen den Mitarbeitern gefördert. Lösungen wie Mystery Coffee helfen informelle Treffen zwischen Arbeitnehmern zu organisieren, um sich auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen.

 

4. Resilienz schaffen

Die Umstellung auf New Work kann für Mitarbeiter ein Gefühl von Unsicherheit bedeuten. Wird eine Fehlerkultur etabliert und mehr Vertrauen entgegengebracht, sollten Führungskräfte offen über den Umgang mit Scheitern sprechen. Auch Weiterbildungen im Bereich Resilienz und Selbstmanagement gehören hierzu.

 

Hier kann der gesamte Artikel zu dem Thema „New Work: 4 einfache Schritte in die Zukunft der Arbeit“ nachgelesen werden.

 

Christoph ist ein Unternehmer aus München und hat das HR-Tech Mystery Minds 2016 mitbegründet. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeitswelt menschlicher zu gestalten, indem es wertvolle, persönliche Verbindungen zwischen Kolleg:innen schafft. Das remote-only Team arbeitet bereits mit über 250 internationalen Unternehmen zusammen und hilft ihnen dabei, internen Netzwerke zu stärken und die Silo-Mentalität zu überwinden.

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